Trachtengruppe

Trachtengruppe Burgebrach 

Ein Farbtupfer in der fränkischen Kulturlandschaft.

Ein Aufruf des Heimat- und Verschönerungsvereins Burgebrach durch Anna Fischer im Jahr 1988 hat eine Lawine ins Rollen gebracht.

Es wurde die Idee geboren, mit einer fränkischen Volkstracht früheres Brauchtum wieder zu wecken. Die erneuerte fränkische Tracht sollte den Richtlinien einer oberfränkischen Volkstracht entsprechen, wie sie im Bamberger Raum bodenständig war und ist.

Die einzelnen Trachten sollten verschiedene Farbzusammenstellungen haben, damit nicht der Eindruck einer Uniformierung entsteht, sondern eine lebendige Tracht geschaffen wird.

Es wurden in Besprechungen und Beratungen mit dem inzwischen verstorbenen Bezirkstrachtenberater für Oberfranken, Herrn Konrad Böhm, gültige und umsetzbare Unterlagen erarbeitet.

Jedes einzelne Detail der männlichen und weiblichen Gewänder war beschrieben und aufgelistet.

Nach umfangreichen Besprechungen, immer wieder überarbeiteten Zuschussanträgen, und vielen Änderungen an zahllosen Arbeitsabenden war es im September 1989 endlich soweit. 52 Frauen und Männer stellten stolz der Öffentlichkeit ihre neue fränkische Tracht vor.

Das Gewand der Frauen ist in Nähkursen unter der Leitung von Gunda Marter selbst geschneidert und die Kopfbedeckung, die fränkische Flügelhaube, nach eigenen Entwürfen und Ideen bestickt worden.

Prunkstücke und Stolz der Männer sind die in vielen Arbeitsstunden selbstgestickten farbenfrohen Hosenträger.

Tanzkurse vermitteln das Gefühl und den Rhytmus, sowie die Eigenarten der fränkischen Volksmusik, wie Schottisch, Rheinländer, Walzer, Dreischrittdreher und Figurentänze.

Die aus den Mitgliedern hervorgegangene Tanzgruppe ist mit viel Freude und Eifer dabei, wenn es gilt zu üben und bei Auftritten die Öffentlichkeit zu erfreuen.

Damit die erlernten Tänze und Figuren immer wieder aufgefrischt werden, organisiert Gunda Marter monatlich regelmäßige Übungsabende.

Für jeden Festzug sind die Burgebracher eine Bereicherung in ihren farbenfrohen Trachten.

So zeigten sie sich sogar schon beim Oktoberfest-Trachtenzug in München und mehrere Male beim Kirchweihfestzug in Fürth und dem Kilianifest in Würzburg. Ebenso natürlich auch bei vielen örtlichen und regionalen Jubiläen und Festen, wie Fronleichnamsprozession, Maria Himmelfahrt oder Erntedankfest.

Höhepunkt waren Tanzauftritte beim Höfefest 1998 zum Burgebracher Ortsjubiläum, sowie bei der Verleihung der Goldmedaille „Unser Dorf soll schöner werden“ auf Landesebene in Schwanstetten, sowie die Verleihung der Silbermedallie auf Bundesebene vor ca. 3000 Zuschauern im Kongresszentrum Berlin. Bei der Fernsehaufzeichnung „Volksmusik aus Franken“ im Freilandmuseum Bad Windsheim wurde die Gruppe im Juli 2005 wirksam ins Bild gesetzt. Das 20-jährige Jubiläum war eine gelungene Veranstaltung im Hof der Familie Fischer.

Die Leitung der Trachtengruppe hat seit Beginn Dieter Wächtler und im Jahr 2014 besteht diese Gruppe bereits 25 Jahre.

Die Tracht ist zu einem Aushängeschild des Marktes Burgebrach geworden und hat mitgeholfen den Ort Burgebrach weit über die oberfränkischen Grenzen hinaus bekannt zu machen.

Brauchtum zu fördern und altes Tanz- und Liedgut zu erhalten und weiterzugeben, werden auch in Zukunft die Ziele der Trachtengruppe Burgebrach sein..

Rudi Fischer